
VOLLKERAMIK
Mit Zirkonzahn können alle Restaurationen so natürlich gestaltet werden, dass sie sich nicht von Ihren echten Zähnen unterscheiden lassen.
Wie die Bezeichnung Vollkeramik schon zum Ausdruck bringt, kommt Zirkon ganz ohne Metallgerüst aus. Dies ist ein großer Vorteil für die Ästhetik Ihrer Restauration, denn der Gerüstwerkstoff Zirkonoxid ist weiß. Durch die Verblendkeramik wird das Gerüst bestens an die Nachbarzähne in Ihrem Mund angepasst und gibt der Restauration ihr natürliches Aussehen. Von alters her einfach schön. Auf Zirkoniumdioxid wurde der Mensch zuallererst durch die Ästhetik des ceylonesischen Edelsteins Zirkon (vom persischen zar-gun, gold-farben) aufmerksam. Reines Zirkoniumdioxid ist dagegen weiß und dient als Pigment, zum Beispiel zur Veredelung von Porzellan. Wir können das Material jetzt auch in der Zahntechnik einsetzen und vielen Patienten etwas besonders Hochwertiges zugute kommen lassen: die bestechende Schönheit.
Neben der weißen Farbe bietet Zirkon aufgrund seiner Festigkeit den Vorteil höchster Stabilität. Damit lassen sich die Restaurationen auch in ihrer Form sehr gut in Ihren Mund integrieren. Zusammen mit Ihren natürlichen Zähnen lässt sich ein harmonisches Gesamtbild erzielen, das einen so lebendigen Eindruck macht, als ob es nur Ihre eigenen Zähne wären.
Kronen und Brücken aus Zirkonoxid sind absolut reaktionslos. Es können sich auf Grund des dichten Gefüges dieses Materials keine Bestandteile zersetzen und so in den Körper vordringen.
Die Sensibilisierung des Körpers ist auszuschließen. Allergien können so nicht entstehen.
Für metallallergische und elektrosensible Menschen bedeutet ein metallfreier Zahnersatz die Chance für eine merkliche Verbesserung ihrer Lebensqualität bis zur völligen Allergie bzw. Beschwerdefreiheit.
Verträglich und Langzeitstabil
| - | körperverträglich und ohne Allergierisiko |
| - | noch sicherer als Gold |
| - | keine Wechselwirkung mit anderen Werkstoffen im Mund |
| - | isolierend, daher angenehmes Kalt-/ Warmverhalten |
| - | dünnwandige Gestaltung kann zum Erhalt gesunder Zahnsubstanz führen |
| - | glatte Oberflächen unterstützen die Mundhygiene |
Ein paar technische Aspekte zu ZIRKON
• Dentalkeramischer Werkstoff mit der höchsten verfügbaren Bruchfestigkeit und Bruchzähigkeit
• ermöglicht die Herstellung von metallfreiem Zahnersatz
• sehr gute Bioverträglichkeit
• hohe Lichtdurchlässigkeit
• keine schwarzen Ränder
Zirkonoxid (Yttrium-teilstabilisiert) ist ein keramischer Hochleistungsstoff, der seit den 70er Jahren erfolgreich in der Orthopädie für Gelenksköpfe eingesetzt wird.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die mechanischen Eigenschaften vom Zirkonoxid auch noch nach 50 Jahren eine ausreichende Festigkeit aufweisen.
Zirkonoxid ist von den heute verfügbaren Dentalkeramiken unbestritten der Werkstoff mit der höchsten Bruchfestigkeit und Bruchzähigkeit.
Zirkonoxid zeigte in verschiedenen Untersuchungen keine mutagene oder kanzerogene Wirkung(Chromosomen-Abberationstest, Ames-Test). Es wird übereinstimmend berichtet, dass bei einem Kontaktmit Zirkonoxid keine lokalen toxischen Effekte zu erwarten sind.
In der Zahnheilkunde findet Zirkonoxid seit den 90er Jahren stetig zunehmende Verwendung.
Man schätzt, dass heute täglich 5.000 bis 10.000 Zahneinheiten aus diesem Material gefertigt werden.
In-vitro-Untersuchungen zur Bruchfestigkeit von Zirkonbrücken ergaben vergleichbare Werte wie für metallkeramische Brücken auf der Basis von Edelmetall-Legierungen.
Die Transluzenz des Werkstoffes fördert die natürliche Wirkung bei Zahnersatz.
Die ästhetischen Eigenschaften werden durch die Einfärbemöglichkeit des Zirkongerüstes von 16 verschiedenen Flüssigkeiten optimiert. Das Einfärben des Zirkons erhöht dessen Haltbarkeit und Lebensdauer.
Ästhetische Eigenschaften, die nachgewiesene ausgezeichnete Biokompatibilität sowie die geringe Wärmeleitfähigkeit geben diesem Werkstoff aus heutiger Sicht die besten Eigenschaften zur Herstellung von Zahnersatz.
Dieser Werkstoff ermöglicht die Herstellung von Einzelkronen bis zu 14-stelligen Brücken. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass der Konnektorenquerschnitt berechnet wird. Dazu steht ein Berechnungsprogramm auf unserer Internetseite zur Verfügung (www.zirkonzahn.com).
Präparationstechnisch verlangt unser System keine speziellen Anforderungen. Es können von Tangential-, Hohlkehlen- oder Stufenpräparationen gefertigt werden, wobei zu kurze Stümpfe vermieden werden sollten (nicht unter 4 mm).
Unkompliziertes Handling dieses Werkstoffes - wie zum Beispiel konventionelles Zementieren - erleichtern deren Verwendung auch aus klinischer Sicht.
Zirkonbrücken und Kronen können mit Zementen, die wir aus der Metallkeramik kennen, provisorisch eingesetzt werden, wobei zur deren Entfernung auf keinen Fall Hirtenstäbe verwendet werden dürfen.
Es ist kein Problem nach einer provisorischen Tragzeit die technische Arbeit zu korrigieren (Keine Blase oder Sprungbildung).
Zur definitiven Befestigung werden Glasionomerzemente empfohlen, aber auch Zinkphosphatzemente eignen sich dafür. Zemente wie zum Beispiel Panavia ergeben ebenfalls gute Resultate.
Eine spezielle Konditionierung der Stumpf- und Kroneninnenflächen ist nicht nötig.
Für das okklusale Einschleifen empfehlen wir feinkörnige Diamanten mit Wasserkühlung, wobei folgende Kriterien berücksichtig werden sollten (siehe Internet:http://www.zirkonzahn.com).
Die Trepanation von Zirkonrestaurationen kann ohne größerer Schwierigkeit erfolgen. Dazu sollten neue Diamantschleifkörper relativ niedertourig und wassergekühlt verwendet werden.
Gleiche Konditionen gelten auch zur kompletten Entfernung von Zirkonkeramikrestaurationen. Kronen werden wie in der Metallkeramik geschlitzt.
Es lassen sich mit diesem Werkstoff weitgehend alle Lösungen von Zahnersatz realisieren.
Weitere Infos über Zirkon finden Sie im Net Lexikon:
http://www.lexikon-definition.de/suche/index.html?search=zirkon
ZIRKON: WERKSTOFF FÜR ALLES?
Zirkon, dieser neue keramische Werkstoff ermöglicht die Herstellung von sehr stabilem Zahnersatz in Vollkeramik. Hat man sich anfangs auf Einzelkronen und kleine Brücken beschränkt, ist es heute möglich dieses Material auch in großem Umfang einzusetzen. Dazu wird Yttrium stabilisiertes Zirkoniumdioxid im vorgesintertem Zustand verwendet.
Das ca. 25% größer gefräste Gerüst wird in einem Sinterprozess bei ca. 1500° auf Originalgröße geschrumpft, wo es seine maximale Festigkeit erreicht. Diese liegt bei diesem Material bei ca. 1200 Mpa Biegefestigkeit. Das Zirkonmaterial, das hier zur Anwendung kommt, lässt sich vor dem Sintern durch Eintauchen in Flüssigkeit einfärben. Es stehen dazu 16 verschiedene Flüssigkeiten zur Verfügung, um das gesamte Farbspektrum des Vita Farbschlüssels abzudecken. Der Farbstoff wird während des Sinterungsprozesses unwiderruflich tiefeneingebrannt. Durch einen stark verkürzten Tauchvorgang dringt die Färbeflüssigkeit nur ca. 0.2mm in das Zirkon ein. So kann im Konnektorenbereich eine mögliche Schwächung des Zirkons vermieden werden.
Bei der Fertigung der Zirkongerüste kommt ein neuartiges Zirkonfrässystem zum Einsatz. Dieses Gerät bietet die Möglichkeit, alle Arten von Präparationstypen zu lesen und zu fräsen; auch Divergenzen zwischen den Stümpfen werden in 5 Achsen gefräst. Es lassen sich Abutments aller Art fertigen; ebenso können Inlays und Inlaybrücken erstellt werden. Der Herstellungsprozess verläuft über die Ablesung eines in Licht- Kunststoff erstellten Gerüstes. Der dabei eingesetzte Kunststoff hat eine Fliessfähigkeit wie erwärmtes Wachs.
Er wird aus einer Spritze auf den Stumpf aufgetragen und Schritt für Schritt lichtpolimerisiert. Zunächst wird das Käppchen nur bis knapp zum Rand gefertigt. Das bereits am Stumpf polimerisierte Käppchen wird abgezogen und im Lichtofen End-polimerisiert. Nach dem Zurücksetzen auf den Stumpf wird der Rand mit einer etwas dünneren Kanüle und mit zur Hilfe Name einer Lupe fertig gestellt. Das Käppchen wird durch Beschleifung mittels eines Hartmetallbohrers auf Maß gebracht (ca. 0,5 mm dick).
Als Letztes wird die Krone von der Innenseite beobachtend auf Überlänge der Ränder überprüft und mittels eines Gummis falls nötig eingekürzt. Bei Brücken sollten vor allem im Seitenzahnbereich die Kronen Aproximal und Occlusal etwas verstärkt werden (0.7 bis 0.8 mm), dabei den Schwerpunkt der Verdickung auf den Palatinal/Lingualbereich legen. Bei der Brückenherstellung wird für das Brückenglied Lichthärtendes Löffelmaterial verwendet. Die Gerüstherstellung findet am Modell statt und kommt im Artikulator zur Überprüfung. Die Kunststoffgerüste werden vor Fertigstellung zwischen allen Stümpfen mittels einer extra dünnen Scheibe durchtrennt, neu verklebt und auf Passung und Schaukeln überprüft. Somit kann das Käppchen bzw. die Brücke zur Einprobe am Patienten versendet werden. Durch die Freigabe nach gelungener Überprüfung kann nun das Käppchen gelesen und gefräst werden.
Dieser Fertigungsprozess dauert ca. 10 min (pro Käppchen). Die Verbinder (Konnektoren) sollten immer so großflächig wie möglich ausgelegt sein, um ausreichende Reserven einzubauen.
Hier einige Fallbeispiele. Okklusale Kräfte liegen bei ca.30 bis 40 kg. Mitgeliefert wird ein Programm zur Berechnung der Festigkeit bei Brückenkonstruktion. Höhe ist besser als Breite. Die kritische Stelle liegt bei Hufeisen zwischen Pfeiler und Pfeiler Einser und Zweier. Das Zirkon bedarf nach abgeschlossener Sinterung keiner Oberflächenbehandlung. Ein dünner Waschbrand mit Dentin ist von Vorteil, da man damit Abhebungen im Cervicalbereich vermeidet. Die Zirkonverblendkeramik kann auf Zirkon beliebig oft aufgebrannt werden, da es bei korrekter WAK Abstimmung zwischen Keramik und Zirkon niemals zu Sprüngen oder Blasenbildung kommt. ( Wak. Wert von ICE Zirkon 10,5 (25°C-500°C)).